Bundesfachverband Ikkaido Deutschland e.V.

Alle Menschen haben unterschiedliche Potenziale. Der Bundesfachverband Ikkaido Deutschland e.V. will mit seinem Handeln dazu beitragen, dass menschliche Vielfalt und die Vielfalt des gesamten Budosports als Chance und Herausforderung verstanden wird. Daher ist es zentrale Bundesfachverbandsaufgabe, die Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft mit voranzutreiben.

Der Bundesfachverband Ikkaido gehört dem Weltverband IKF (Ikkaido Federation) mit Sitz in Oxford England an und ist die nationale Vertretung für Ikkaido Deutschland, vertreten durch den Präsidenten Dirk Dohm und dessen Gesamtvorstand.

Für Ikkaido ist die inklusive Gesellschaft ein Grundverständnis. Mit der konsequenten Umsetzung dieses zentralen Gedankens werden Hindernisse und Barriere nicht nur im Alltag, sondern vor allem in den Köpfen abgebaut. Dies kommt allen Menschen mit und ohne Behinderung zugute und die qualifizierte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Sinn einer mündigen, inklusiven Organisation ist elementar.

Ikkaido ist ein einzigartiger Kampfsport, der offen für alle Kampfsportler mit und ohne Behinderung ist und speziell zur Inklusion entwickelt wurde.

Ikkaido ist ein einzigartiges Wort, das die Einstellung unseres Verbandes, unserer Mitglieder und unserer Athleten repräsentiert.

I steht für Inklusion. Im Chinesischen steht „Kai“ für offen und „Do“ ist der Weg. Der Offene Weg spiegelt wider, dass wir inklusiv und offen für jeden sind, unabhängig von Stil, Budosportart oder Behinderung.

Auf Japanisch heiß „IKKAI“ ein und „DO“ bedeutet der Weg. Der eine Weg spiegelt wider, dass viele verschiedene Budosportarten zusammen kommen können, um auf die gleiche Art an Wettkämpfen teilzunehmen.

Ikkaido bedeutet außerdem „Der Klassische Weg“ und „Der Große Weg des Glücks“. Das spiegelt sowohl unsere traditionellen Wurzeln wider, als auch das Vergnügen am Lernen und sich in Ikkaido Wettkämpfen zu messen.

Ikkaido ist einzigartig in der Hinsicht, dass es ein System ist, dass den Athleten in den Mittelpunkt stellt. Wir erwarten nicht, dass sich behinderte Menschen Ikkaido anpassen, wir haben Ikkaido angepasst, so dass behinderte Menschen an dieser einzigartigen Sportart teilnehmen können.

Obwohl es sehr wichtig ist, einen starken Kampfgeist zu fördern um Wettbewerbe zu gewinnen, sind alle Ikkaido Wettbewerbe auf den folgenden Prinzipien gegründet:

  • Sicherheit und Schutz sind oberstes Gebot. Jede Anstrengung muss unternommen werden um Verletzungen zu vermeiden. Auf eine Trefferwirkung wird verzichtet
  • Jede Budosportart, Stilrichtung, jede Behinderung oder jeder Verband sind im Bundesfachverband Karate ohne Grenzen Ikkaido willkommen. Jedem Sportler mit einer Behinderung muss die Möglichkeit gegeben werden, den Weg des Spitzensports zu wählen
  • Jedem Sportler mit oder ohne Behinderung muss gestattet werden die Sportart Ikkaido zu erlernen, um etwas zu erreichen und das Gefühl zu genießen, etwas erreicht zu haben.
  • Jeder behinderte Sportler ist ein Individuum mit individuellen Bedürfnissen
  • Teilnehmer und Wettkämpfer bekommen einen angepassten Weg für das Erreichen einzelner Gürtelgraduierungen (Gürtelfarben, DAN) und die Möglichkeit einer nichtbehinderten Budosportgruppe beizutreten
  • Sportlern mit einer degenerativen Erkrankung müssen Möglichkeiten gegeben werden teilzunehmen und etwas zu erreichen

Ikkaido wurde geschaffen, um den Weg vom Breitensport bis zum Spitzensport durch einen Klassifizierungsschlüssel und Meisterschaften in Deutschland und international zu ebnen. Ikkaido wird bewährte Verfahrensweisen teilen, um die nachhaltige Teilnahme für behinderte Menschen zu generieren, Trainer auszubilden, Wahrnehmungen zu verändern, die Erfolge zu messen und einen nationalen und internationalen Verband zu schaffen, der vom internationalen Paralympischen Komitee anerkannt wird. Vorgespräche sind diesbezüglich schon erfolgreich geführt worden.

Über dies hat Ikkaido keinerlei Berührungspunkte mit anderen Budosportverbänden, da Ikkaido eine eigene Kampfsportart ist, die entwickelt wurde, um behinderte und nicht behinderte Budosportler zusammen zu bringen. Deshalb wird Karate ohne Grenzen Ikkaido als Bundesfachverband die Aufnahme im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) anstreben.